Medizinprodukte direkt aus Fernost

 

Zusehens kann beobachtet werden, dass die bekannte Hausarztpraxis aufrüstet. Hier Spritzen mit einer Beschriftung in Mandarin, dort ein EKG-Gerät aus einer für Medizinprodukte- Händler unbekannten Produktreihe. In der anderen Ecke steht eine Therapieeinheit, deren Funktion nicht auf den ersten Blick ersichtlich ist aber ein riesiges Display hat. Alles möglich durch die Globalisierung und den in alle Richtungen geöffneten Markt??? Diese schöne Welt, die alles beinhaltet, was das Herz eines Hausarztes oder Klinikgeschäftsführers begehrt, ist leider trügerisch. Was viele Praxisbetreiber nicht wissen oder wissen wollen im Kaufrausch auf "... und die 40 Räuber.com" ist, dass das Betreiben einer Arztpraxis, natürlich auch eines Krankenhauses, MVZ, Physiotherapie usw. in der EU bestimmten Normen unterliegt. So werden sie auf Produkten und Geräten des genannten Onlinehändlers keine CE-Kennzeichung finden oder eine Konformitätsbescheinigung des Herstellers erhalten. Eine qualitäts-gemanagte Arztpraxis sollte sich gut überlegen, ob die vermeintliche Kostenersparnis bei einer Prüfung durch die KV oder die zuständige Behörde noch immer eine ist. Die Anwendung von Medizinprodukten ohne die im MPG und der dazu verfassten Verordnung geforderten Inbetriebnahmebedingungen am Patienten und die Abrechnung damit erbrachter Leistungen kann hierzulande teuer werden. Auf jeden Fall wesentlich teurer als der Erwerb von in der EU zugelassenen und zertifizierten Medizinprodukten gekostet hätte.

Medizinprodukte aus Fernost